Mittwoch, 1. Juli 2009

Alles soo ...

Mein Rechner ist noch immer nicht zurück und zur Zeit komme ich nur selten an einen heran. So wie jetzt gerade mal. Nur für Bilder reicht es nicht.

Aber was sollte ich schon zeigen? Irgendwie geht ALLES schief. Was ich stricke, ist entweder zu eng und zu kurz oder zu weit und zu lang - obwohl beide Teile, über die ich mich hier ärgere, aus der gleichen Baumwolle, mit der selben Nadel und identischer Maschenzahl gestrickt sind. Ich kann einfach nicht mit Baumwolle. Oder verliere ich mein Strickhändchen??? Denn die letzten Wollpullis und -cardis finde ich auch nicht so dolle. Irgendwie finde ich nichts, was mir gefällt, Spaß macht, mit passt und steht; so habe ich jetzt wirklich zwei UFOs.

Und beim Nähen sieht es ähnlich düster aus: zwei Röcke so ziemlich versaut. Der Erste hat, wie sich jetzt herausstellt, einen seltsamen Schnitt (der mir nicht steht), der Zweite ist aus einem Stoff, der sich nicht glatt bügeln lässt und dann auch noch an der Taille eingerissen ist und nun unrettbar zu eng und häßlich ist.
Dann noch ein Kleid aus einem sooo schönen Stoff (ausverkauft) nach einem japanischen Schnittmusterbuch, das überhaupt nicht sitzt, trotz gefühlter 20.000 Änderungen. Ich hatte damit gerechnet, dass der Schnitt zu kurz und zu eng sein könnte, aber ha! Das Oberteil ist unglaublich weit und viel zu lang, der Hals zu hoch und zu eng, die Armausschnitte können die Beine eines Elefantenkalbes umfassen - wie das einer zierlichen Japanerin von 1,63m und einer Taille vo 60 cm hätte passen sollen, ist mir ein Rätsel ...

Wie man sieht, bin ich gerade sehr frustriert, vor allem in Bezug auf die Strickerei. Tipps??

Montag, 8. Juni 2009

FNO 15/09

Bäh, watn fieser Montag. Ich habe Hals- und Buchschmerzen, der Kleine ist so krank, dass ich den Großen nicht in den Kindergarten bringen konnte und irgendwie und sowieso war alles Bäh ...
Bis ich mich dann um halbzehn endlich aufraffen konnte, mich anzuziehen und einfach loszulegen; mit Bildern beispielsweise. Man sieht, dass die Schmerztabletten noch nicht wirkten. Aber von da an ging es aufwärts und auch das Wetter macht wieder mit. Wenn das so weitergeht, wird diese Woche doch noch schön! Obwohl Steve wieder einmal unterwegs ist - von den kommenden acht Wochen wird er an fünfen auf Tour sein. Ätzend!

Aber wie auch immer, hier das letzte Näh-FO:

DSCN2490

Ganz eindeutig spielt hier das Streifenmuster die Hauptrolle. Vor einigen Monaten war ich mit meiner Freundin Sarah in Godesberg auf dem Stoffmarkt und dieser Rest dicker Jersey durfte mit - weil ich die Farben so gerne mochte. Was daraus werden könnte? Keine Ahnung.

Bis ich am letzten Sonntag früh morgens wach wurde mit der passenden Idee. Sicherlich kein besonders origineller Gedanke, den Streifenrapport auf überschnittene Ärmel zu setzen, aber eben machbar.

Also nahm ich den Schnitt vom schwarz-weißen Kleid für das obere Teil und legte das Rockteil in acht Falten - eine einzige breite Bahn mit nur einer Naht, das ging schnell. Weil Jersey dehnbar ist, enstand aus einem blauen Rest noch eine Art Obi, um die Taille enger zu ziehen, ansonsten sah es doch sehr nach Sack aus.

OK, nun spielen meine beiden Jungs lautstark Ritter und einer von beiden stinkt - das war es also für heute hier :-)

Freitag, 5. Juni 2009

Jaja ...

Your rainbow is shaded violet.

 
 
 
 
 
 
 

What is says about you: You are a creative person. You appreciate beauty and craftsmanship. You are patient and will keep trying to understand something until you've mastered it.

Find the colors of your rainbow at spacefem.com.

Montag, 1. Juni 2009

FNO 14/09 (Habe nachgezählt...)

Kurz und schmerzlos, denn Steve's Rechner ist eine Schnecke und spinnt heute nur. Gestern fertig gestellt - es fehlt nur noch der Saum - ist dieses Kleid nach einem OOP McCalls-Schnnittmuster (4827):

DSCN2467

Ich habe mich angestrengt, aber wie immer - perfekt ist anders. Diesmal allerdings liegt es weniger an Flüchtigkeitsfehler denn an meiner Unfähigkeit, einen Schnitt mit Prinzessnähten passend zu ändern. Und an meiner Unsicherheit. Ich habe auf den Schnitt geschaut und dann anhand der fertigen Maße mich für Größe 10 entschieden - warum und wieso auch immer, egal. Nun glaube ich zu wissen: oben 8, unten 10 und in der Mitte eine knappe ) ;-) Nächstes Mal...

DSCN2466

Aber es ist tragbar, finde ich und daher habe ich heute morgen, ganz, ganz früh am Morgen, diese beiden Bilder für euch geschossen - mit frisch gewaschenen Haaren, die unter einem Handtuch IMMER NOCH am besten aussehen!

Eine halbe Stunde später dann habe ich mit einem weiteren Kleid begonnen, bei dem ich ein Oberteil mit einem Unterteil ohne Schnitt kombiniert habe - ziemlich mutig, wie ich finde. Wird auch fotografiert - und noch gesäumt!

Sonntag, 24. Mai 2009

So ist das

Am Freitag wachte ich mit Halsschmerzen auf und da Steve frei hatte, durfte ich im Bett bleiben. Und immer, wenn ich so lange herumlungere, spiele ich bis spät in die Nacht am Computer herum. Meiner ist ja nun außer Betrieb und ist noch nicht einmal bei der Reparatur, so muss ich mit Steve`s alter Möhre (ähm, also seinem Laptop) vorlieb nehmen. Nachdem ich ihn von den Vorzügen des Firefox überzeugen konnte, die Fotobearbeitungsseite picnik zufriedenstellend getestet hatte und um Mitternacht noch putzmunter war, habe ich kurzerhand einen Kosmetikblog erschaffen.

Darf ich kurz anmerken, dass ich selbst entsetzt bin, wie oberweiblich das alles klingt: Mutter zweier Söhne, Hausfrau, strickt, näht, bloggt, war Kosmetikerin und Sekretärin und jammert übers Älterwerden - obwohl das alles zutrifft, erkenne ich mich darin selbst nicht wieder. Vor 25 Jahren wurde ich eine zeitlang "Die rote Emma" genannt ...


Am Samstag war ich entsprechend müde, aber wieder fit, so dass unser großer Ausflug stattfinden konnte. Wir hatten uns mit Freunden und deren Sohn verabredet, um erst auf die Marksburg und dann zum Tretbootfahren in Bad Ems zu fahren.
Allerherrlichstes Wetter, drei gut gelaunte kleine Jungs, zwei entspannte Elternpaare - es war einer der besten Tage seit langem.

Heute dann war reines Entspannen im Garten auf meiner Tagesordnung; Steve war mit Lenny im Schwimmbad, Tommy spielte mit mir BobBaumeisterMemory (ich habe nur einmal gewonnen...) und schlief dann selig ein. Und ich versuchte, mich entspannt zu knipsen ;-) Vielleicht sage ich in zehn Jahren beim Anblick dieses Bildes zu mir, dass ich mich damals schön dumm angestellt habe und werde wünschen, wenigstens noch einmal so auszusehen! ;-) Da ich heute aber lieber so aussähe wie vor zehn Jahren, als ich mir auch nicht gefiel, werde ich dieses Bild sorgfältig aufbewahren.Ach Mensch, Weiber!

DSCN2449

Freitag, 22. Mai 2009

Hier ist es also:

Edit: Ich habe diesen Beitrag nicht gelöscht, sondern in meinen zweiten, neuen Blog verschoben.

Relax-Consult.de

Ich habe mir noch einmal Steve's Rechner geschnappt, weil ich eure Hilfe brauche: es ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber ist eine von euch jemals über meine frühere Seite namens relax-consult.de gestolpert?

Es war eine Seite,die sich mit Schönheit im weitesten und engeren Sinne beschäftigt hat, mit Forum und Hauttest. Ich hatte sie mit sehr viel Liebe und Mühe aufgebaut, aber nachdem dann Tommy auf der Welt war, kam ich gar nicht mehr dazu, mich zu kümmern und so habe ich sie dann abgemeldet.

Nun ist vor einiger Zeit schon mein alter Rechner in seine Bestandteile zerfallen und so hatte ich all meine Texte und Bilder etc. auf Steve`s noch älterem Rechner und auf einer externen Festplatte gehortet. Auch sein Rechner ist nicht mehr, und hat bei seinem Abgang auch alle meine Daten unwiderruflich gelöscht. Wenn ihr wüßtet, wieviel Arbeit dahinterstand!

Meine Frage ist nun, ob irgendjemand sich vielleicht das eine oder andere abgespeichert hat und es mir zukommen lassen kann. Ich habe hier und da noch Texte von mir im Netz gefunden (heute erscheint es mir wie ein kleines Wunder, dass "ich" einmal so bekannt war) und irgendwann einmal würde ich all das gerne verwenden.

EDIT:

Ha! Seit ich das oben geschrieben habe, sitze ich am Rechner und speichere, was das Zeug hält - wird meinem Gatten nicht gefallen, aber ist nur temporär. Über das Internet Archive habe ich mich wieder gefunden - nicht alles und fast ausschließlich html, aber doch verblüffend. Und eines gebe ich euch jetzt, unzensiert und von mir nicht noch einmal durchgelesen. Ob ich es genauso schreiben würde, wer weiß. Aber halt, dafür gibt es einen neuen Eintrag.

Wie auch immer, sollte mir eine von euch helfen können - bittebitte, tu es :-)

Mittwoch, 20. Mai 2009

Bis bald

Mein Rechner hat sich verabschiedet - "zum Glück" hat sich nur der Monitor gelöst, so dass kein Bild mehr erscheint und der Laptop gar nicht erst hoch fährt, aber am Freitag wird er zur Reparatur gebracht werden und ich vermute, dass es lange dauern könnte, bis er wieder bei mir ist.

Jetzt schreibe ich an Steve's altem und sehr kleinem Laptop (tippen an dieser Tastatur ist ätzend!), aber da hier nichts von mir gespeichert ist, macht das wenig Spaß.Es könnte also sein, dass ihr mich schon wieder längere Zeit nicht sehen werdet.

FNO muss noch mal nachzählen/09

Ich habe mich in der letzten Woche an einen Mantel nach einem Schnitt von 1943 gewagt; auf dem Umschlag sieht er sehr lässig und zeitlos aus. In meiner Realität sieht er sehr nach den Vierzigern aus und außerdem passt er nicht zu dem, was ich auf dem Kopf habe ... irgendwie nicht ganz, was ich wollte. Allerdings habe ich auch nicht perfekt gearbeitet, obwohl ich mich angestrengt habe - ICH KANN DAS EINFACH NICHT BESSER!

Das Material ist ein sehr leicht fallender Leinen-Baumwoll-Mix, der erstaunlich warm ist und ebenso erstaunlich knittert. Hahaha, außer auf diesem Bild, natürlich - aber er lag zwei Tage lang unter zwei Kleidern auf dem Bügelbrett und zum Waschen und Bügeln hatte ich keine Lust.

Also, hier das Bild, denkt euch mal andere Haare, mehr Make up und vielleicht mehr Busen dazu. Das Oberteil ist dermaßen blusig, dass auch ein D-Körbchen nicht weiter auffallen würde.

DSCN2428

DSCN2429

Montag, 18. Mai 2009

FO 08/09

OK, FO 05 und 06 bin ich euch noch schuldig, aber ich mag sie nicht so recht ... demnächst mal, wenn ich gar nichts mehr zu zeigen oder zu meckern habe :-)

Aber hier gibt es das allerneueste FO und das nur einen Tag nach Fertigstellung! Na? Na? Bin ich gut?

Naja, relativ. So ganz hundertprozentig bin ich nicht zufrieden. Ich habe dieses Top nach einer Minerva-Anleitung von 1934 gestrickt (so etwas in der Art habt ihr eh schon vermutet, ich überrasche hier nicht); allerdings nicht aus Wolle, sondern aus Baumwolle.

Damit habe ich meine Schwierigkeiten: ich stricke wohl immer noch sehr locker, denn ich habe mit NS 2,25 gearbeitet und dennoch ist es irgendwie zu weit. Und Baumwollbündchen haben die Angewohnheit, sich auszubreiten ...

Eine weitere Schwierigkeit ergab sich durch das versetzte Lochmuster, das am Schlitzauschnitt in zwei verschiedene Richtungen zieht; so sieht das Top insgesamt etwas schief aus (ist es aber nicht). Nun habe ich es noch nicht gewaschen und kann hoffen, dass es danach besser sitzt. Glaube ich aber nicht.

Nun habe ich euch lange genug warten lassen, hier die Bilder:

DSCN2415

2

In diesem Outfit haben mir heute morgen übrigens sehr, sehr viele Männer hinterher geschaut. Ähm, sehe ich zu bunt aus?

Freitag, 15. Mai 2009

Und noch schnell Bilder

Weil ihr so lieb seid: hier gibt es Bilder von einer der Hosen und Bilder von den zwei FOs, die mir am besten gelungen sind!

Unbenannt-13

DSCN2364

DSCN2365

In den Vierzigern

Diesmal nicht die 1940er, sondern meine. Ich hätte niemals, niemals vermutet, dass ich damit ein Problem haben würde. Niemals.

Als ich 30 wurde, fand ich es nur gut - andere um mich herum hatten mit dieser Zahl Schwierigkeiten; konnte ich nicht nachvollziehen. Da ich niemals eine Partymaus war, musste ich die 2 vorne dran auch nicht vermissen. Und wie das Schicksal es wollte, lief etwa drei Jahre zuvor eine Serie mit dem Titel "Um die dreißig" (kann sich daran jemand erinnern?) Dreißig werden wurde also langsam schick, war keine unheilbare Krankheit mehr und schien gar nicht mehr sooo erwachsen zu sein, wie vorher noch befürchtet. :-)

Mitte 30 war noch um Längen besser, weil ich zum ersten Mal seit meinem 12. Lebensjahr Röcke trug und mich wohl darin fühlte, mich nicht mehr dauernd als zu dünn (und sonst gar nichts) fühlte. Nebenbei traf ich noch einige Entscheidungen - wie Berufswechsel, diverse Umzüge, heiraten und Kinder kriegen. Konnte es besser sein?

Die 40 war ja schon in sichtbare Nähe gerückt und ich fühlte mich in Bezug darauf genauso, wie immer angenommen - entspannt und unerschrocken. Aber dann kündigte sich Tommy an, nachdem Lenny zehn Monate alt war. Zwar hatten wir ein zweites Kind geplant, aber nicht damit gerechnet, dass es sich schon 5 Wochen nach dieser Überlegung auf den Weg machen würde ... ups.

Da ging es los: die Müdigkeit in den ersten Wochen und ein sehr munteres Kleinkind vertrugen sich nicht und ich war schlapp, schlapper, am schlappesten und fühlte mich alt. Richtig alt. Dann musste ich die letzten drei Monate liegen -macht weder schöner noch besser gelaunt. Nach der Geburt muss meine Schilddrüse schon die ersten Probleme gemacht haben, denn von da an war ich kaum noch belastbar - was für mich untrennbar mit der Tatsache der Älterwerdens verbunden war.

Langer Rede, kurzer Sinn: ich bin noch nicht so richtig in meinem neuen Lebensjahrzehnt angekommen und muss mich noch sortieren. Aber so langsam nehme ich wahr: Vierzigsein scheint auch schick zu werden.

Sex and the City hatte einen Nachklapp erhalten und die Mädels sind eindeutig nicht mehr in den Dreißigern - trotzdem gut, schick und neurotisch :-) Auch die Desperate Housewives sind im fünften Jahrzehnt - werden trotzdem gerne angeschaut. Und so gibt es einige Beispiele. Wichtig ist das nicht, hilft aber schon. Und vorsichtshalber halte ich schon Ausschau nach Frauen in den Fünfzigern, die toll sind - gibt so viele. Wer also sagt, dass ich das nicht auch schaffe? Und ihr natürlich! Aber das wußte ich schon vorher!

Also, Danke dafür erst mal :-)

Donnerstag, 14. Mai 2009

FOs

In einer blogfreien Zeit kann so einiges passieren.
Von Karfreitag bis zum Freitag darauf war ich alleine zu Hause - Steve war mit Lenny und Tommy nach Holland zum Campen gefahren. Das ist nichts für mich, weshalb ich hier bleiben und mich erholen durfte - wie es auch gedacht war. Nachdem ich im letzten Jahr von Anfang September bis Anfang Dezember ohne Unterbrechung krank und danach bis Ende März auch mehr als nur angeschlagen war, war klar, dass ich mal ohne Kinder sein sollte.

Und was hatte ich mir nicht alles vorgenommen: täglich Bewegung, nur gesundes Essen, ausgiebiges Pflegen und ganz viel Nähen und Stricken. Ok, ich habe mich gesünder ernährt, habe auch brav jeden Tag meine Übungen absolviert, habe ich mich täglich geduscht UND eingecremt, aber alles nicht in dem Maße wie vorgehabt.
Stattdessen habe ich an der Nähmaschine gesessen. Am ersten Tag habe ich Burdaschnitte abgepaust und ausgeschnitten, bin am Samstag zum Stoff kaufen in die Stadt gefahren und habe ab Sonntag dann geschnitten, genäht, getrennt, genäht, weggeworfen.

Zwei Röcke sahen einfach scheußlich aus und irgendwie ahnte ich es schon vor dem Zuschneiden - vieles von Burda ist einfach nichts für mich. Dann kamen zwei Hosen dran, ebenfalls Burda. Beide sind aber auf der Leine zum Trocknen und werden daher noch nicht gezeigt. Danach ein Jerseykleid nach einem Simplicity-Schnitt - naja, ich werde aus dem Rock noch ein Top zaubern können. Ich hatte mir mit diesem Kleid ungewohnt viel Mühe gegeben (wie übrigens auch mit den Hosen), aber zum Einen hätte ich noch eine Größe runtergehen können und zum Zweiten ist der Schnitt für mich nicht ideal.

Weshalb ich dann dazu kam, mich im Laufe dieser Woche wieder einmal intensiver mit der Frage zu beschäftigen, was mir steht und was ich will. Kann man es denn glauben, dass ich mit 41 immer noch nicht sicher bin, was ich möchte? Außer einer anderen Figur bitte und einem späteren Geburtsdatum. Wieso lasse ich mich trotz besseren Wissens immer wieder von Schnitten verführen, die alles andere als ideal sind?

Ich finde beispielsweise Bleistiftröcke immer schon hübsch, vor allem, wenn sie nach unten enger werden und etwa 10 cm bis übers Knie reichen. Das ist ein so klassischer Look, dass ihn scheinbar jede Frau tragen kann, ohne sich zu fragen, ob er ihr steht. Und zu vielen Oberteilen passt ein solcher Rock am besten. Aber wenn ich genauer hinsehe, steht mir ein ausgestellter oder gar weit schwingender Rock viel, viel besser. Soll ich in Zukunft also auf das Nähen solcher engen Röcke verzichten? Bei schmalen Kleidern habe ich diese Fraga (eigentlich) schon mit Ja beantwortet. Aber werden weite Röcke nicht vielleicht irgendwann zu mädchenhaft für mich? (Darf ich meine Haare überhaupt wieder wachsen lassen? Fragen von existenzieller Bedeutung fürwahr)

Aber bevor ich diese Entscheidung traf, musste ich mich an ein Kleid begeben, für dass ich weder Verwendung habe noch wusste, ob mir irgendein Detail stehen würde - transparentes Oberteil, sehr enger, sehr hochgeschnittener Rock in einem anderen Stoff und Rüschen an Hals- und Armausschnitten. Wahrscheinlich war es genau das, was mich dazu brachte, es zu nähen.

DSCN2363

Und weil ich nach wie vor nicht weiß, was ich damit anfangen soll, ist schon seit Wochen ungesäumt und knopflos. Und ein passendes Top für darunter fehlt ebenfalls; wäre der Taillenbund einige Zentimeter tiefer, so würde mich der BH nicht stören, aber so gefällt es mir nicht. Was ja nichts ausmacht, denn getragen wird es eh nicht werden :-)

Aber man sieht ganz gut, warum ich von Bleistiftröcken die Finger lassen sollte: meine Hüften wirken schon sehr dominant, um es freundlich zu umschreiben. Und eingereihte, blusige Oberteile lassen eine 75B-Oberweite mitnichten größer wirken ... sicherlich gäbe es schlimmere Kleider für mich als dieses, aber optimal geht anders. Glaube ich.

Da wäre beispielsweise dieser graue, nach unten sehr weit ausgestellte Rock zusammen mit diesem Pulli, der die Schultern betont.

DSCN2358

Im Grunde bin ich mit diesem Sweater nur mäßig zufrieden; obwohl er dem Originalbild (aus den 30ern, natürlich) sehr ähnelt, sieht er an mir wenig elegant und distinguiert aus. Der Rock ist nicht 100%ig ideal: meine Hüfte ist immer noch relativ breit, aber das wird durch die Schultern und den weiten Saum ausgeglichen. Übrigens ist das ein abgewandelter Burdaschnitt vom letzten Jahr, den ich schon einmal in lila genäht habe ("Ninotchka").

Lässt sich auch noch verbessern. Wie wäre es hiermit: (Ha, das Bild kommt erst weiter unten)

Diesmal nichts von Burda, sondern von Vogue, mit deren Schnitten ist viel besser klar komme - seit ich mich nach den Maßangaben auf dem Schnittbogen richte und so bei Größe 8 oder 10 gelandet bin.

Hierzu möchte ich gerne etwas mehr erzählen (wenn ihr noch könnt? Ich hole gerade einige Wochen nach.)
Über Fleur de Guerre, deren Collage ich hier entleihe,

3446833991_7a187879c6

bin ich auf dieses Kleid von Mansoon gestossen, und sofort war mir klar, ich will einen passenden Schnitt finden. Überschnittene Schultern, angeschnitten Ärmel, ausgestellter Rock - das sollte doch nicht zu schwierig sein, oder? War es aber; ich konnte nirgendwo etwas passendes finden. Also habe ich mich mit wenig Hoffnung, aber hochmotiviert daran gemacht, die 20.000 oder noch mehr bei ebay angebotenen Schnittmuster zu durchforsten.

Hätte ich nicht das gewünschte Ergebnis vor Augen gehabt, niemals wäre mir dieses Schnittmuster positiv aufgefallen:

725a_1

Aber obwohl ich mit meinen Nähkünsten nicht allzu weit komme, bin ich doch mutiger geworden und habe zugeschlagen (ähem, und bei ungefähr 20 anderen ebenfalls ...). Mutig deshalb, weil dieses Kleid nur semi-fitted sein sollte - was mir nicht gefiel. So habe ich denn - nach dem Blick auf die Maße - Größe 6 zugeschnitten, um eine enge Taille zu erhalten.

Unbenannt-12

Insgesamt bin ich zufrieden, obwohl es am Hüftübergang einen kleinen Zentimeter weiter sein könnte. Außerdem ist es hinten etwas enger als vorne und so schoppt sich das Oberteil dort etwas höher, so dass auch der Rock hinten nach oben schwappt. Darum ist auch dieses Kleid noch nicht gesäumt - ich bräuchte Hilfe beim Abstecken.

Gerade dieses Kleid habe ich ungünstig fotografiert: der Rock ist viel weiter, meine Hüfte wirkt viel schmaler als auf diesen Bildern. Aber auch hier gibt es ein Problemchen: überschnittene Schultern lassen die Oberweite flacher erscheinen - allerdings stört mich das nicht sehr. Ich wollte immer alles an mir ändern, nur nicht den Busen. Im wahren Leben sehe ich in diesem Kleid sehr zart und zierlich aus - kommt aber einfach nicht rüber ... glaubt es mir einfach. :-)

Aber ich habe noch eines: ebenfalls ein Amischnitt, entweder Butterick oder McCalls (wer es genau wissen möchte, was ich wofür verwendet habe, fragt mich). Wieder mit ausgestelltem Rock und enger Taille, diesmal ärmellos und mit Prinzeßnähten (argh, das ist die Hölle für mich!)

DSCN2362

Finde ich ganz gelungen und schmeichelhaft. Oder täusche ich mich in meiner Selbstwahrnehmung vollkommen? Kann ja auch sein. Ich brauche meiner Meinung nach Schnitte, die mich kurviger erscheinen lassen, ohne dass nur meine Hüften im Mittelpunkt stehen. Das kann ich zu meinen langen und überschlanken Armen und Beinen nun gar nicht gebrauchen. Für mich heißt das: etwas Weite am Rocksaum, schmale Taille, Schultern betonen. Was gilt für euch? Wie wäre es mit Beispielen anhand eurer selbstgefertigten Kleidungsstücke in eurem Blog?

Und jetzt noch einen schnellen Gruß an Eva, die schneller war als ich: während ich noch beim Zwischenspeichern war, hat sie schon kommentiert - was bist du gut! :-)

Michou Loves Vintage:

Patterns Knits Books

Suche

 

Aktuelle Kommentare

Hier mein Tipp:
URLAUB machen!!!
die spinne (anonym) - 2. Jul, 08:54
Solche Phasen kenne ich...
Solche Phasen kenne ich nur zu gut. Leg die Baumwolle...
Eva (anonym) - 1. Jul, 14:25
Klasse Kleidung
Wooow, Du nähst :) Ich auch... wenn ich Zeit...
Niesi (anonym) - 9. Jun, 11:24
W U N D E R S C H Ö...
alles passt, es ist wirklich perfekt geworden!
joanna (anonym) - 8. Jun, 21:05
Das Kleid ist sehr schön...
Das Kleid ist sehr schön geworden. Sowas will...
Caro (anonym) - 8. Jun, 20:59
hier....
komm ich öfter her. Deine Kleider gefallen mir...
vroni (anonym) - 8. Jun, 20:45

Verfolgen

Über mich

Ich bin Bonnerin, habe auf einem sowjetischem Schiff, im Schwarzwald und auf Norderney gearbeitet, einen Australier geheiratet, zwei tolle Söhne bekommen und bin dem Stricken und Nähen verfallen.

Kontakt

andrea(dot)instone (at)netcologne(dot)de

Wetter

Aktuelles Wetter in Bonn:


Temperatur: 17 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 82 %
Sichtweite: 10.0 km
Luftdruck: 1013.9 mb
Windstärke: 5 km/h

Weather data provided by weather.com

Zufallsbild

DSCN1920

(Strick-)Bücher und Zeitschriften
Blog allgemein
Christmas swap
Fertig!
Modefragen
Nähen (lernen)
Online Favoriten
Schönheit
Schreiben
Stricken
Vintage: Bücher
Wollschaf
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren