FNO 29/09 - Kariert von oben bis unten
Bevor ich euch das nächste FO zeige, will ich mich bedanken für euer Lob und eure Anregungen. Ok, ich bin überzeugt, der Rock ist tragbar, sogar für mich - ich fand ja immer, dass diese Rockform eher was für kurvige Figuren ist, aber ich lasse mich gerne überzeugen.
Überhaupt, im Moment bin ich mal ganz zufrieden mit mir, was ja nicht so oft vorkommt. Und ich bin überrascht: Ich war immer, immer sehr schlank, oft auch zu dünn. Was habe ich es gehasst, zumal Dünne mehr Häme zu ertragen haben als Dicke. Ja, dicke, nicht "Kurvige" oder "echte Frauen"; ich bin nicht politisch korrekt genug, um diese beiden einzig erlaubten Synonyme für eine übergewichtige Person zu benutzen. Warum bitte ist es in Ordnung, an jedem Ort, in jedem Artikel, in jedem Forum und wo sonst noch von "Hungerhaken", "Gerippen", "Kleiderbügeln" und "Knochengerüsten" zu sprechen, sobald eine Frau auch nur ihrem Idealgewicht entspricht? Warum aber darf eine Frau von 95 Kilo nicht als einfach nur dick oder auch nur mollig bezeichnet werden? Warum ist sie eine echte Frau und alle anderen nicht?
OK, stopp, sonst rede/schreibe ich mich wieder in Wut und das wird gerne missverstanden. Um das also gleich klar zu stellen: Es war mein Beruf, aus jeder Frau das Schönste heraus zu holen und das war immer leicht, unabhängig vom Körperbau. Ich finde meine Freundinnen allesamt bildhübsch, auch wenn die eine vielleicht zu viel, die andere etwas zu wenig mitbringt; alle sind sie clever, warmherzig, witzig, geistreich, verlässlich - und schön anzusehen! Aber ich wollte ja zum Thema zurück. Ich bin nämlich mit mir zufrieden, was erstaunlich ist, weil ich - wohl durch die endlich so ziemlich geglückte Medikamenteneinstellung - wieder bei dem bin, woran ich gewohnt bin. Draußen ist es kalt, drinnen wird gegessen ;-) Sobald es dunkler und kälter wird, kann ich Süßigkeiten, Chips, belegten Broten, heißer Schokolade mit Sahen, frischen Waffeln, mächtigen Eintöpfen und überbackenen Nudeln nicht widerstehen. Und bis mein zweiter Sohn Tom auf der Welt war, konnte ich mir das erlauben, ohne zuzunehmen - was mich oft geärgert hat, denn ich wollte doch auch mal eine richtige Frau werden ... ;-) Nach dem Abstillen allerdings muss sich meine Hashimoto wohl geregt haben und obwohl die dreißig Kilo Schwangerschaftsspeck nach einem Dreivierteljahr wieder runter waren, war es mit dem unbekümmerten Dauernaschen vorbei, denn ich nahm um Taille und Bauch so sehr zu, dass es mich störte; alles blieb dünn, nur da legte ich zu. Nicht gesund, wie ich erfuhr und nicht bequem, denn da passt nicht mehr viel. Mein Gewicht schwankte ständig und unkontrollierbar um die fünf Kilo auf und ab. Was mir am Dienstag bequem passte, war am Sonntag schon nicht mehr tragbar.
Das war eine fremde und unangenehme Erfahrung für mich, auf das Essen so sehr achten zu müssen; insgesamt war ich immer noch schmal, aber unförmig. Wie lächerlich mir das vorkam, mit einem Gewicht von 55 kg aufpassen zu müssen. Hätte ich gleichmäßig zugenommen, so dass ich beispielsweise von 36 auf 40 gewachsen wäre; damit hätte ich klarkommen können. War aber nicht so: dünne Beine und dicker Bauch, das war ich einfach nicht. Aber wieder einmal langer Rede, kurzer Sinn: auf einmal bin ich wieder von Kopf bis Fuß dünn und werde darüber nicht mehr meckern. Meine Hüften sind runder geworden als sie vor den Geburten waren, aber die höchste Stelle ist ebenfalls nach unten gerutscht, was mir gut gefällt. Meine Taille ist zur Zeit auf sensationelle 64 cm geschrumpft (ähm, hatte ich mit 14 mal ..), Hüfte und Bauch im Gegenzug haben zugelegt. Und ich habe beschlossen, das nicht unproportioniert, sondern weiblich zu finden. Na?
Aber nun auf zum FNO 29.
In der vorletzten Burda war dieses Bild zu sehen:

Gefiel mir gut, war wie immer bei dieser Art Schnitt erst ab Größe 38 drin. Zwar finde ich das Verkleinern nicht schwer, allerdings ist 36 unter den Armen auch immer zu weit (dazu morgen mal mehr) und wenn ich das Abpausen von Schnitten und das Hinzufügen von Nahtzugaben vermeiden kann, dann tue ich das freudig. So blieb es also bei der Karoinspiration, denn in meinem Vorrat findet sich McCall 5269 (leider OOP jetzt):

Statt eines glatten Ärmels gibt es hier einen gepufften, was mir besser steht. Der Ausschnitt ist etwas tiefer, was ich aber erst nach der Fertigstellung bemerkt habe. Vor allem kommt das Kleid in kleineren Größen und bei Butterick, Vogue und McCalls habe ich kein Paßformprobleme, zumindest, wenn ich es geschafft habe, die richtige Größe zu finden. In diesem Fall habe ich für das Rockteil Größe 10 gewählt, oben herum habe ich 6 zugeschnitten. Das habe ich gewagt, weil mein Stoff genügend Elasthan für solche Esperimente enthält und weil auf dem Schnittmusterbogen der Hinweis vermerkt war, doch bitte darauf zu achten, dass das Oberteil sehr eng sitzen müsse - wahrscheinlich, um peinliche Enthüllungen zu vermeiden. Kurz und gut: das Ding sitzt wahrhaftig wie maßgeschneidert ... das ist etwas, was mir nur selten gelingt.

Das mit dem Karo hat nicht an jeder Stelle perfekt geklappt, aber ich kann nicht die Geduld aufbringen, jedes einzelne Karo fadengenau über einander zu legen - Stoff zurechtlegen ist meine ganz schwache Seite bei diesem Geschäft.
Der Ausschnitt ist tiefer, als ich es für mich gewählt hätte, aber der Gatte findet es schön. Bin ich also still und zufrieden. Schwierig ist nur, einen BH bzw. dessen Träger unter zu bekommen:

Mal von der anderen Seite:

Jeder Träger wäre hier sichtbar; meine seht ihr nur deshalb nicht, weil ich sie im Ärmel versteckt habe. Nicht sehr bequem, da werde ich mir etwas einfallen lassen müssen.
Hatte ich gestern nicht kurz erwähnt, dass ich Schwierigkeiten habe, die Rock-/Kleidlänge richtig hinzubekommen? Bei einem weiten Rock bin ich ja noch kompromissbereit, aber bei einem schmalen Rock nicht. Ist der Rock zu kurz, dann finde ich meine Hüften nicht mehr weiblich, sondern kastig. Je länger der Rock, desto schmaler die Hüften. Warum also lege ich den Schnitt auf, zeichne extra an jeder Rockbahn zehn Zentimeter mehr an, schnappe mir die Schere und schneide die Zugabe zappzerapp ab? Ich meine, wie blöde kann ich mich anstellen? Ich habe erst einmal angefangen und letztendlich zwei breite Streifen unten angenäht, die ich nun als gewolltes Designelement verkaufe. Könnt ihr es sehen?

So, nun muss ich weg, viel zu viel Zeit habe ich hiermit verbracht. Wie ihr im Hintergrund sehen könnt, warten schon Film und Bügelwäsche auf mich. Bügeln lässt sich ohne Ablenkung nicht ertragen - nicht für mich auf jeden Fall.
Überhaupt, im Moment bin ich mal ganz zufrieden mit mir, was ja nicht so oft vorkommt. Und ich bin überrascht: Ich war immer, immer sehr schlank, oft auch zu dünn. Was habe ich es gehasst, zumal Dünne mehr Häme zu ertragen haben als Dicke. Ja, dicke, nicht "Kurvige" oder "echte Frauen"; ich bin nicht politisch korrekt genug, um diese beiden einzig erlaubten Synonyme für eine übergewichtige Person zu benutzen. Warum bitte ist es in Ordnung, an jedem Ort, in jedem Artikel, in jedem Forum und wo sonst noch von "Hungerhaken", "Gerippen", "Kleiderbügeln" und "Knochengerüsten" zu sprechen, sobald eine Frau auch nur ihrem Idealgewicht entspricht? Warum aber darf eine Frau von 95 Kilo nicht als einfach nur dick oder auch nur mollig bezeichnet werden? Warum ist sie eine echte Frau und alle anderen nicht?
OK, stopp, sonst rede/schreibe ich mich wieder in Wut und das wird gerne missverstanden. Um das also gleich klar zu stellen: Es war mein Beruf, aus jeder Frau das Schönste heraus zu holen und das war immer leicht, unabhängig vom Körperbau. Ich finde meine Freundinnen allesamt bildhübsch, auch wenn die eine vielleicht zu viel, die andere etwas zu wenig mitbringt; alle sind sie clever, warmherzig, witzig, geistreich, verlässlich - und schön anzusehen! Aber ich wollte ja zum Thema zurück. Ich bin nämlich mit mir zufrieden, was erstaunlich ist, weil ich - wohl durch die endlich so ziemlich geglückte Medikamenteneinstellung - wieder bei dem bin, woran ich gewohnt bin. Draußen ist es kalt, drinnen wird gegessen ;-) Sobald es dunkler und kälter wird, kann ich Süßigkeiten, Chips, belegten Broten, heißer Schokolade mit Sahen, frischen Waffeln, mächtigen Eintöpfen und überbackenen Nudeln nicht widerstehen. Und bis mein zweiter Sohn Tom auf der Welt war, konnte ich mir das erlauben, ohne zuzunehmen - was mich oft geärgert hat, denn ich wollte doch auch mal eine richtige Frau werden ... ;-) Nach dem Abstillen allerdings muss sich meine Hashimoto wohl geregt haben und obwohl die dreißig Kilo Schwangerschaftsspeck nach einem Dreivierteljahr wieder runter waren, war es mit dem unbekümmerten Dauernaschen vorbei, denn ich nahm um Taille und Bauch so sehr zu, dass es mich störte; alles blieb dünn, nur da legte ich zu. Nicht gesund, wie ich erfuhr und nicht bequem, denn da passt nicht mehr viel. Mein Gewicht schwankte ständig und unkontrollierbar um die fünf Kilo auf und ab. Was mir am Dienstag bequem passte, war am Sonntag schon nicht mehr tragbar.
Das war eine fremde und unangenehme Erfahrung für mich, auf das Essen so sehr achten zu müssen; insgesamt war ich immer noch schmal, aber unförmig. Wie lächerlich mir das vorkam, mit einem Gewicht von 55 kg aufpassen zu müssen. Hätte ich gleichmäßig zugenommen, so dass ich beispielsweise von 36 auf 40 gewachsen wäre; damit hätte ich klarkommen können. War aber nicht so: dünne Beine und dicker Bauch, das war ich einfach nicht. Aber wieder einmal langer Rede, kurzer Sinn: auf einmal bin ich wieder von Kopf bis Fuß dünn und werde darüber nicht mehr meckern. Meine Hüften sind runder geworden als sie vor den Geburten waren, aber die höchste Stelle ist ebenfalls nach unten gerutscht, was mir gut gefällt. Meine Taille ist zur Zeit auf sensationelle 64 cm geschrumpft (ähm, hatte ich mit 14 mal ..), Hüfte und Bauch im Gegenzug haben zugelegt. Und ich habe beschlossen, das nicht unproportioniert, sondern weiblich zu finden. Na?
Aber nun auf zum FNO 29.
In der vorletzten Burda war dieses Bild zu sehen:

Gefiel mir gut, war wie immer bei dieser Art Schnitt erst ab Größe 38 drin. Zwar finde ich das Verkleinern nicht schwer, allerdings ist 36 unter den Armen auch immer zu weit (dazu morgen mal mehr) und wenn ich das Abpausen von Schnitten und das Hinzufügen von Nahtzugaben vermeiden kann, dann tue ich das freudig. So blieb es also bei der Karoinspiration, denn in meinem Vorrat findet sich McCall 5269 (leider OOP jetzt):

Statt eines glatten Ärmels gibt es hier einen gepufften, was mir besser steht. Der Ausschnitt ist etwas tiefer, was ich aber erst nach der Fertigstellung bemerkt habe. Vor allem kommt das Kleid in kleineren Größen und bei Butterick, Vogue und McCalls habe ich kein Paßformprobleme, zumindest, wenn ich es geschafft habe, die richtige Größe zu finden. In diesem Fall habe ich für das Rockteil Größe 10 gewählt, oben herum habe ich 6 zugeschnitten. Das habe ich gewagt, weil mein Stoff genügend Elasthan für solche Esperimente enthält und weil auf dem Schnittmusterbogen der Hinweis vermerkt war, doch bitte darauf zu achten, dass das Oberteil sehr eng sitzen müsse - wahrscheinlich, um peinliche Enthüllungen zu vermeiden. Kurz und gut: das Ding sitzt wahrhaftig wie maßgeschneidert ... das ist etwas, was mir nur selten gelingt.

Das mit dem Karo hat nicht an jeder Stelle perfekt geklappt, aber ich kann nicht die Geduld aufbringen, jedes einzelne Karo fadengenau über einander zu legen - Stoff zurechtlegen ist meine ganz schwache Seite bei diesem Geschäft.
Der Ausschnitt ist tiefer, als ich es für mich gewählt hätte, aber der Gatte findet es schön. Bin ich also still und zufrieden. Schwierig ist nur, einen BH bzw. dessen Träger unter zu bekommen:

Mal von der anderen Seite:

Jeder Träger wäre hier sichtbar; meine seht ihr nur deshalb nicht, weil ich sie im Ärmel versteckt habe. Nicht sehr bequem, da werde ich mir etwas einfallen lassen müssen.
Hatte ich gestern nicht kurz erwähnt, dass ich Schwierigkeiten habe, die Rock-/Kleidlänge richtig hinzubekommen? Bei einem weiten Rock bin ich ja noch kompromissbereit, aber bei einem schmalen Rock nicht. Ist der Rock zu kurz, dann finde ich meine Hüften nicht mehr weiblich, sondern kastig. Je länger der Rock, desto schmaler die Hüften. Warum also lege ich den Schnitt auf, zeichne extra an jeder Rockbahn zehn Zentimeter mehr an, schnappe mir die Schere und schneide die Zugabe zappzerapp ab? Ich meine, wie blöde kann ich mich anstellen? Ich habe erst einmal angefangen und letztendlich zwei breite Streifen unten angenäht, die ich nun als gewolltes Designelement verkaufe. Könnt ihr es sehen?

So, nun muss ich weg, viel zu viel Zeit habe ich hiermit verbracht. Wie ihr im Hintergrund sehen könnt, warten schon Film und Bügelwäsche auf mich. Bügeln lässt sich ohne Ablenkung nicht ertragen - nicht für mich auf jeden Fall.
michou - 28. Okt, 10:42



LG Steffi
Danke :-)