FNO 24/09 reloaded
Die gerade geschnittene Wollhose gefiel mir nicht, dass habt ihr wohl bemerkt. Es gab Tipps von euch, woran das liegen könne, was sehr lieb und auch hilfreich war, bis eben auf die Tatsache, dass nichts den Schnitt dieser Hose hätte wirklich verbessern können. So, wie ganz gerade geschnittene Röcke an meiner Figur nicht ausshen, so stehen mir eben auch keine ganz gerade geschnittenen Hosen - beides sollte entweder aus- oder eingestellt sein. Was also tun, zumal dieser Stoff sehr elastisch und sehr anschmiegsam ist und somit überall anklebt.
Ich habe hin- und her gegrübelt, an dem verhassten Teil herum gezogen und gesteckt, bis ich den Stoff nicht mehr sehen konnte. Da ist dann der Punkt, an dem ich mutig werde: wennich bereit bin, etwas in der Tonne zu entsorgen, dann kann ich auch noch daran herum basteln. Also habe ich die Innennähte bis knapp zur Taille aufgetrennt und überlegt, wie ich daraus einen Rock herstellen könnte. Nun sind bei einer Hose ja nicht nur die Seiten- , sondern auch die Mittelnähte geschwungen - für mich keine leichte Aufgabe, da nun eine vordere und hintere Mitte zu erkennen, die auch wahrhaftig in der Mitte liegt. Ist mir auch nicht gelungen, schon deshalb, weil dieser Stoff nicht aufgetrennt werden mochte und trotz aller Vorsicht an sieben verschiedenen Stellen eingerissen ist. Da die Menge aber knapp war, musste ich auf die Löcher beim Nähen Rücksicht nehmen und so sind die Nähte - nunja, sagen wir mal, weniger Bauhaus als vielleicht Rokoko ...
Von hinten sah das im Grunde sogar ganz gut ist, noch nie sah mein Po so rund aus ;-) Vorne allerdings fehlte mehr als nur ein Zentimer, um überhaupt in diesen Rock hineinkommen zu können. Zog ich dieses Rockfragment an, so öffnete sich das Vorderteil in einem sehr schön gleichmäßigen Dreieck. Bot es sich da nicht an, aus dem Reststoff einen Godet zurecht zu schneiden? Nicht, dass ich schon jemals einen solchen eingenäht hätte, aber ich war ja mutig. Der erste Versuch ging daneben und beim Autrennen entstand das nächste Loch - so kommt es, dass der Fadenlauf nicht mehr gerade ist und das Dreieck insgesamt sehr wellig ist. Perfektion habe ich nicht erreicht, aber immerhin einen Rock, der einen Stich in die Vierzigerjahre hat, sehr, sehr bequem ist und trotz tausender Fehler und notdürftiger Lösungen tragbar ist.



Und bevor ich nun irgendetwas an dem grauen Kleid zu retten suche, mache ich mich an ein neues Projekt.
Ich habe hin- und her gegrübelt, an dem verhassten Teil herum gezogen und gesteckt, bis ich den Stoff nicht mehr sehen konnte. Da ist dann der Punkt, an dem ich mutig werde: wennich bereit bin, etwas in der Tonne zu entsorgen, dann kann ich auch noch daran herum basteln. Also habe ich die Innennähte bis knapp zur Taille aufgetrennt und überlegt, wie ich daraus einen Rock herstellen könnte. Nun sind bei einer Hose ja nicht nur die Seiten- , sondern auch die Mittelnähte geschwungen - für mich keine leichte Aufgabe, da nun eine vordere und hintere Mitte zu erkennen, die auch wahrhaftig in der Mitte liegt. Ist mir auch nicht gelungen, schon deshalb, weil dieser Stoff nicht aufgetrennt werden mochte und trotz aller Vorsicht an sieben verschiedenen Stellen eingerissen ist. Da die Menge aber knapp war, musste ich auf die Löcher beim Nähen Rücksicht nehmen und so sind die Nähte - nunja, sagen wir mal, weniger Bauhaus als vielleicht Rokoko ...
Von hinten sah das im Grunde sogar ganz gut ist, noch nie sah mein Po so rund aus ;-) Vorne allerdings fehlte mehr als nur ein Zentimer, um überhaupt in diesen Rock hineinkommen zu können. Zog ich dieses Rockfragment an, so öffnete sich das Vorderteil in einem sehr schön gleichmäßigen Dreieck. Bot es sich da nicht an, aus dem Reststoff einen Godet zurecht zu schneiden? Nicht, dass ich schon jemals einen solchen eingenäht hätte, aber ich war ja mutig. Der erste Versuch ging daneben und beim Autrennen entstand das nächste Loch - so kommt es, dass der Fadenlauf nicht mehr gerade ist und das Dreieck insgesamt sehr wellig ist. Perfektion habe ich nicht erreicht, aber immerhin einen Rock, der einen Stich in die Vierzigerjahre hat, sehr, sehr bequem ist und trotz tausender Fehler und notdürftiger Lösungen tragbar ist.



Und bevor ich nun irgendetwas an dem grauen Kleid zu retten suche, mache ich mich an ein neues Projekt.
michou - 11. Okt, 12:03




Mutig, mutig - und gut gelungen!
ich bin mir nicht sicher, ob ich soviel Mut aufgebracht hätte wie du; Kompliment! Das Experiment ist gelungen, der Jupe sieht klasse aus und ist - wie du schreibst - ja auch bequem. Ich finde, so betont der Schnitt deine Figur sehr vorteilhaft!
Herzliche Grüsse,
Katarina